„Georg Loewit gehört zu jenen seltenen Künstlern, die dem menschlichen Körper nicht als Oberfläche, sondern als Resonanzraum begreifen. Besonders seine Rückenakte zeigen das eindrucksvoll: Der Rücken wird bei ihm nicht zur Abwendung, sondern zur Öffnung. Es ist kein „Wegdrehen“, sondern ein „Hinführen“ – ein paradoxes Motiv, das den Betrachter zugleich auf Distanz hält und in die Intimität des Bildes hineinzieht. Loewit modelliert den Rücken wie eine Topographie: sanfte Höhenzüge, scharfe Lichtkanten, weiche Schattenmulden. Der Körper wird zur Landschaft, die man nicht von vorne erobert, sondern von hinten betritt. Philosophisch ist die Rückenfigur immer ein Rätsel: Sie zeigt uns etwas – und zugleich verweigert sie uns etwas. Loewit nutzt genau dieses Spannungsfeld.“ Mag. Thomas Schiretz, „drehen sie mir niemals den rücken zu“, im Ausstellungkatalog Villa Falkenhorst, 2026
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